Samstag, 11. Februar 2012
The roaring seventies – Aufbruchstimmung
Manchmal wünsche ich mir die Aufbruchsstimmung der 70er wieder zurück. Die Zeit der Bürgerinitiativen, Demos und Hausbesetzungen. Diese unglaubliche Euphorie, als sich das erste Mal eine Partei gründete, deren Mitglieder Ähnlichkeit mit einem selber hatten. Keine grauen Schlipsträger, die selbstüberheblich Parolen verkündeten, an die wahrscheinlich noch nicht einmal sie selbst glaubten.

Die Grünen hießen hier in Hamburg zuerst „Die Bunten“. Und bunt waren sie auch. Anhänger der Friedensbewegung, Tierschützer, bekennende Schwule und Lesben, Feministinnen, Reformpädagogen, Atomkraftgegner, bekennende Kiffer e.t.c. Jeder der Elterngeneration hat prophezeit, dass dieser Haufen nie und nimmer an die Macht kommen würde. Mein Vater als alter SPD-ler machte mir bittere Vorwürfet, als ich die Bunten/Grünen wählte, weil ich seiner Ansicht nach damit meine Stimme an die CDU verschenken würde.

Nein, sie alle sollten Unrecht haben, die Kopfschüttler mit ihren Unkenrufen. 1983 war es nämlich soweit – die Grünen zogen ein in den Bundestag. Voller Entsetzen berieten die etablierten Parteien sofort über eine Kleiderordnung, weil sie panische Angst vor schlipslosen Politikern im Norwegerpullover hatten (die auch durchaus begründet war). Plötzlich machte es Spaß, sich Bundestagsdebatten anzusehen. Feministinnen hielten am Rednerpult Reden über Sex als Machtinstrument und Pazifisten über den Ausstieg aus der Nato. Es war irgendwie immer etwas los.

Ja, die Skeptiker hatten Unrecht mit ihrer Prophezeiung, dass die Grünen schon bald vom Erdboden verschwunden wären. Aber irgendwie trug die Prophezeiung leider doch ein Fünkchen Wahrheit in sich. Die Grünen, so wie sie vor dem Einzug in die große Politik waren, gab es tatsächlich schon nach kurzer Zeit nicht mehr.

P.S. ich würde zu gern das Video ausfindig machen, in dem gezeigt wird, wie Joschka Fischer von den Saaldiener gewaltsam aus dem Bundestag getragen wird. Aber ich finde es leider nicht - wahrscheinlich hat Herr Fischer das Video aufgekauft.



Mittwoch, 29. Dezember 2010
The roaring seventies – Bhagwan
Was für mich untrennbar mit den 70er Jahren verbunden ist, ist Bhagwan. Aufgefrischt wurden meine Erinnerungen jetzt durch ein Buch, das ich fast in einem Atemzug gelesen habe: „Bhagwan, Che und ich“ von Katharina Wulff-Bräutigam. Das Thema wird allerdings nicht von der Warte eines Erwachsenen beschrieben, sondern aus der Sicht eines Kindes bzw. einer Jugendlichen, denn die 1965 geborene Kartharia Wulff-Bräutigam ist ein Kind er 68er Generation und wurde durch ihre Mutter mit der Bhagwanbewegung konfrontiert.

Ende der 70er Jahre sah man plötzlich überall rotgekleidete Menschen mit einer Holzkette, an der das Foto eines alten Mannes hing. In Hamburg im Kaolinenviertel gab es einen Ashram und auch in meinem Bekanntenkreis gab es einige Sannyasins, so dass ich die Bewegung aus der Nähe mitbekam. Da ich schon immer ein Asienfan war, war ich grundsätzlich an der Bewegung interessiert, denn Bhagwan kam ja aus Indien.

Ziemlich schnell stieß mich dann aber an der Bewegung etwas ab. Hauptsächlich war es der Gleichschritt und die manchmal merkwürdige Veränderung, die mit den Sannyasins vor sich ging. Die ständige Entspanntheit hatte zeitweilig für mich schon wieder etwas Verkrampftes. Außerdem ähnelte sich das Vokabular der Sannyasins auf merkwürdige Weise. Ständig war von „Vibrations und Energie“ die Rede. Und es gab einen Spruch, der fast schon inflationär benutzt wurde „du, das ist dein Ding“. Das vorher in unserer Szene so wichtige Sozialverhalten galt plötzlich als antiquiert und wurde durch einen hemmungslosen Egotrip ersetzt. Mir fällt dazu eine Situation ein, in der eine Bekannte von mir einen Sannyasin darauf ansprach, dass er ihr schon seit langem Geld schuldete“. Der Sannyasin war offensichtlich sehr genervt über diese Störung und antwortete nur „Du, ich habe jetzt echt keinen Bock, mich damit zu befassen, das ist jetzt echt dein Ding“.

Ich habe auch ein paar Mal an einer Meditation teilgenommen und muss sagen, dass mir dies ausgesprochen gut gefallen hat. Dynamische Meditation oder Kundalini Meditation – beides tut sehr gut, wenn man angespannt ist. Die Workshops kenne ich nur vom Hörensagen oder aus den Programmbeschreibungen. Es ging immer um die direkte Konfrontation und um das Ausleben. Ich weiß nicht, ob es Ängstlichkeit oder aber einfach die sehr teuren Preise waren, die mich von den Workshops abgehalten haben.

Was mich an der Bhagwanbewegung so wunderte, was der bedingungslose Gehorsam und die völlig kritiklose Anbetung, die Bhagwan gezollt wurden. Menschen, denen noch kurze Zeit zuvor ihr kritisches Bewusstsein über alles ging, unterwarfen sich plötzlich den Ideen eines alten Mannes. Die Bücher, die Bhagwan geschrieben hat (zwei habe ich auch gelesen) sind zwar nicht schlecht – nur ist das Meiste eben nicht von Bhagwan selbst entwickelt worden, sondern ein Sammelsurium aus allen möglichen Richtungen. Urschrei nach Janov, Körpertherapie nach Lowen, Wilhelm Reichs Sexualtheorie, Fritz Perls Gestalttherapie aus dem Westen und Yoga, Meditation und Buddhismus aus dem Osten. Dazu noch ein bisschen Nietzsche, Hesse und Jesus – und die Mischung ist perfekt. Nicht, dass ich etwas gegen Universialgelehrte habe – im Gegenteil, ich bin von solchen Menschen sehr beeindruckt. Aber bei Bhagwan hatte das Ganze die Form eines bunt zusammengewürfelten amerikanischen Supermarktsystems angenommen. Als die Bhagwanbewegung dann im Jahr 1981 vom indischen Poona ins amerikanische Oregon wechselte, war dies auch nur konsequent.

Ich empfand es nie als etwas Verwerfliches, wenn Menschen, die die gleiche Gesinnung haben, sich irgendwo gemeinsam niederlassen und der übrigen Gesellschaft Adieu sagen. Auch dass es kein Privateigentum mehr gab, empfinde ich nicht als verwerflich. Warum dies Ganze dann aber in einer streng hierarchischen Struktur geschehen muss, in der niemand mehr an irgendetwas mitbestimmen darf und dafür gearbeitet wird, dass dreiundneunzig Rolls Royces in einem Carport vor sich hin rosten, das leuchtet mir – wie so vielen anderen – nicht ein.

Wie jeder weiß, kam es dann irgendwann auch wie es kommen musste, das Ganze brach zusammen und löste sich auf. Kurze Zeit später starb Bhagwan, die Managerin Sheela kam für einige Zeit ins Gefängnis und die rote Kleidung und die Mala verschwanden aus dem öffentlichen Bild.

Fast alle ehemaligen Sannyasins sagen, dass sie ihre Zeit in der Bewegung nicht bereuen, was für mich auch durchaus glaubhaft ist. Aber es ist merkwürdig, dass eine Bewegung, die zwar von jedem ihrer früheren Angehörenden als positiv und wichtig eingestuft und empfunden wird, trotzdem weitgehend spurlos verschwunden ist.

Kleine Anekdote am Rande: als ich Anfang der 90er meinen Freund kennenlernte und ihn zu seiner Meinung über Bhagwan fragte, kannte er ihn nicht. Ich führte dies auf unsere damaligen Verständigungsschwierigkeiten zurück und ging davon aus, dass man in Frankreich Bhagwan anscheinend anders nennen (oder aussprechen) würde. Mein Freund fragte dann sämtliche Freunde, ob sie einen berühmten Guru namens „Batman“ kennen würden, was natürlich jeder verwundert verneinte. Aber auch als dann irgendwann ein kompetenter Übersetzer zur Verfügung stand, änderte dies nichts daran, dass Bhagwan den französischen Freunden unbekannt war. Dies wunderte mich sehr, da sogar mein Vater – der Bhagwan natürlich völlig ablehnte – genau wusste, wer Bhagwan war.

Und irgendwie hat dies dazu geführt, dass ich mich der Vorstellung nicht erwehren kann, dass dieses Phänomen einer Massenbewegung auch etwas mit der deutschen Mentalität zu tun haben muss. Natürlich gab es in den Ashrams auch Franzosen, da dort nahezu alle Nationalitäten vertreten waren. Aber zahlenmäßig ist das kaum vergleichbar. Bei aller Phantasie – einen Franzosen kann ich mir nur schwer in Einheitskleidung und mit einem 16stündigen Arbeitstag vorstellen. Erst recht kann ich mir Franzosen, die ja so stolz auf den Sturz der Monarchie sind, nicht dabei vorstellen, wie sie in ordentlichen Reihen aufgestellt, dem im Rolls vorbeifahrenden Meister huldigen.

Vielleicht suchen wir Deutschen immer noch ein wenig nach einem Führer? Nach einer Struktur, in der alles geregelt ist und es ein Oben und ein Unten gibt? Nach dem Eintauchen in eine konforme Masse, in der man sich wohlig aufgehoben fühlt?

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Masseneuphorie selten von Dauer ist. Einer Masseneuphorie fehlt das Fundament und die wirkliche Substanz, um mehr als eine Mode zu sein.



Mittwoch, 24. November 2010
The roaring seventies – Ideologien und Wendehälse
„Die letzen 30 Jahre“ – weil’s so schön wehtut, habe ich mir diesen Film jetzt ein zweites Mal angesehen. Anscheinend sind Wendehälse mein Thema. Im Film geht es um zwei grundsätzlich verschiedene Menschen – Resa, die „um der Gerechtigkeit Willen“ Jura studiert und Oskar, der um „der Gerechtigkeit Willen“ Schulungen in Marxismus gibt, bei den Roten Zellen mitarbeitet und mit der RAF sympathisiert.

Das waren sie auch schon, die Ähnlichkeiten. Zwei Menschen, die der Meinung sind, das Gleiche zu tun und zwischen denen in der Wirklichkeit Welten liegen. Denn nur einem der beiden geht es wirklich um Gerechtigkeit – dem anderen geht es in Wahrheit nur um eines: um Macht. Während sich bei Oskar alles darum dreht, diejenigen zu bekämpfen, die für ihn die Macht verkörpern, die er selbst (noch) nicht hat, geht es Resa darum, für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu kämpfen.

Und wie es dann so kommt im Leben – letztendlich ist es Oskar, der Karriere macht. Er ist immer noch ein großer Kämpfer – allerdings jetzt nur noch für sich selbst. Irgendwann ist das von den Eltern bezahlte Studium beendet und dann ist der Weg offen, um selbst an die Macht zu kommen. Und dann wird klammheimlich die Seite gewechselt. Allerdings nicht, ohne immer wieder zu beteuern, dass man „immer noch der Alte“ geblieben ist. Reza hingegen geht ihren Weg der kleinen Schritte und vertritt Umweltschutzorganisationen.

Die Charaktere der beiden Protagonisten mögen für manche überzeichnet und unrealistisch wirken – wer die 70er bewusst miterlebt hat weiß, dass es bittere Wahrheit ist. Insbesondere eines ist bedrückende Realität: die Tatsache, dass gerade diejenigen Menschen, die für „die großen politischen Ziele“ kämpfen, im wirklichen und konkreten Leben andere Menschen einfach nur benutzen. In der Theorie groß und mit allen rhetorischen Tricks gewappnet, versagen sie kläglich, wenn es um Mitmenschlichkeit geht. Man läuft aber gegen ihre sophistischen Wände, wenn man mit ihnen darüber reden will.

Während ich hier schreibe, läuft der Film noch und jetzt kommt gerade der Zeitsprung, in dem sich Oskar und Resa nach zwanzig Jahren wiedertreffen. Resa vertritt eine Umweltschutzinitiative in Ihrem Kampf gegen die Enteignung von Obstplantagen durch ein Braunkohlewerk. Oskar ist im Vorstand von eben diesem Braunkohlewerk und hat es sich inzwischen in einer kleinen privaten Welt mit Haus, Frau, zwei Autos und zwei Kindern gemütlich gemacht. Wie im wahren Leben gewinnt den Prozess natürlich er und nicht Reza.

Und wie es so ist – auch in meinem wahren Leben habe ich so manchen „Oskar“ getroffen. Allerdings nie in einer Beziehung, meine Abneigung gegen Unechtheit war zu ausgeprägt, um mich mehr als unbedingt erforderlich zu nähern. Und immer noch gibt es die Oskars. Einen davon gibt es sogar in meinem Bekanntenkreis. Jemand, der stolz berichtet, „kurz davor gewesen zu sein, sich der RAF anzuschließen“. Der sich berufen fühlte, für die Entrechteten in unserer Gesellschaft einzutreten. Heute kämpft er nicht mehr gegen die Staatsmacht, im Gegenteil – bei jeder Gelegenheit droht er mit ihrer Zuhilfenahme. Die Sympathie für Hausbesetzer hat er geschickt kompensiert in den Status des „Hausbesitzers“. Letztendlich ist dies für ihn aber nur ein kleiner orthographischer Unterschied – ein „i“ statt ein „e“. Aber in einem ist er sich treu geblieben – noch immer bekämpft er jeden, der nicht seiner Meinung ist.

Wie heißt es so schön „Die Herrschenden musst du solange bekämpfen, bis du ihnen angehörst“. Tja, und mit der Möglichkeit, viel Geld zu verdienen, ist dies dann erreicht und somit ändert sich dann auch grundlegend die Richtung. Jeder hat dies mitbekommen, außer Oskar selbst. Denn er ist nach wie vor der Meinung, noch „immer der Alte“ zu sein. Und irgendwie hat er damit ja auch nicht ganz unrecht.



Sonntag, 31. Oktober 2010
The roaring seventies – Programmkinos
Gerade habe ich in unserer Hamburger Tageszeitung gelesen, dass das Abaton 40jähriges Jubiläum hat. Was ist das Abaton? Das erste Programmkino Hamburgs. Und was ist ein Programmkino? Das habe ich als Jugendliche mal gefragt und die Antwort erhalten: das ist ein Kino, das nur gute Filme bringt. Diese Antwort ist ein wenig einfach und würde sofort von den herkömmlichen Kinos in Frage gestellt werden. Aber manchmal bringen einfache Definitionen es besser auf den Punkt als komplizierte.

Interessant zu lesen, dass es einen regelrechten Kampf der regulären Kinos und der Verleihfirmen gab, die ihre Marktmacht dafür einsetzten, dass das kleine Abaton keine Filme bekam. Der erste Film von Warner war "Der Club der toten Dicher", der ja immerhin erst 1989 erschien, als das Abaton schon fast 20 Jahre bestand. Aber es lief eben auch ohne Hollywood. Was gab’s denn vorher? Zum Beispiel Filme wie 2001 – Odyssee im Weltraum. Oder Rosa von Praunheims „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft, in der er lebt“.

Und ich habe eine ganz persönliche Erinnerung an das Abaton. Als ich zwölf Jahre alt war, nahm mich meine ältere Schwester – man kann sich wirklich glücklich schätzen, eine zu haben – mit ins Kino um den Film „Woodstock“ anzusehen. Ich war hin- und weggerissen und fühlte mich anschließend allen gegenüber, die den Film nicht gesehen hatten, überlegen und weiser. Heute wird Woodstock regelmäßig im Fernsehen wiederholt und wann immer man will, kann man auf Youtube Santana, Richie Heavens und wen auch immer ansehen. Es ist alles jederzeit verfügbar. So war es aber damals eben nicht und somit war es etwas völlig Besonderes und Einmaliges.

Bleibt noch anzumerken, dass mein Vater einen regelrechten Tobsuchtsanfall erlitt, als er hörte, dass ich diesen Film gesehen hatte. So genau wusste er sicherlich gar nicht, worum es in Woodstock ging. Wahrscheinlich war aber allein schon ausreichend, was die vorab veröffentlichten Fotos deutlich machen: Langhaarige, Haschischraucher, Nacktbader, freie Liebe und Anti-Kriegsbewegung. Genug also, um bei der zwölfjährigen Tochter Schaden zu verursachen.

Herzlichen Glückwunsch Abaton!



Sonntag, 3. Oktober 2010
The roaring seventies – RAF
Gestern habe ich mir im Fernsehen den „Baader-Meinhof-Komplex“ angesehen. Und danach konnte ich nicht anders, als noch stundenlang im Internet zu surfen um zu recherchieren. Von archivierten Interviews mit Peter Homann und Irmgard Möller zum Blog von Bettina Röhl, zur Homepage von Klaus Röhl bis zur Buchbesprechung von Alice Schwarzer. Mich hat der Film sehr aufgewühlt, denn er hat meine Erinnerungen an diese bewegte Zeit wieder geweckt.

Ich war ungefähr 10 Jahre alt, als die RAF – damals als „Baader-Meinhof-Bande“ bezeichnet – regelmäßig die Titelseiten der Bildzeitung zierte. Bei Nachfragen an die Erwachsenen wurde stereotyp die Antwort gegeben: „das sind Verbrecher, die wollen die Gesellschaft kaputt machen“, womit ich als Kind nicht viel anfangen konnte.

Als ich dann im Alter von 12/13 Jahren begann, mich für Politik zu interessieren, konnte ich immer noch nicht viel mehr mit der „Baader-Meinhof-Bande“ anfangen. Aber irgendwie erweckte es mein Interesse, dass die gesamte Erwachsenenwelt diese Menschen am liebsten an die Wand gestellt hätte. Schon als Kind war es mir immer verdächtig, wenn alle gemeinsam gegen etwas Front machen – mit anderen Worten, irgend etwas stimmte dann nicht. Schriftsteller, die ich gerade im Deutschunterricht kennen- und schätzen gelernt hatte, wie z.B. Heinrich Böll und Siegfried Lenz, schienen Verständnis für die RAF zu haben, was mir zu denken gab.

Im Politikunterricht sprachen wir dann über den im Hungerstreik verstorbenen Holger Meins. Zwangsernährung, der Ruf nach Todesstrafe und die Macht der Medien und Bölls Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ waren unsere Themen. Und ich wusste immer noch nicht, wie ich zu der RAF stehen sollte. Einerseits gaben sie meinem Gerechtigkeitssinn Ausdruck, andererseits machte mir die Gewalt Angst.

Als ich dann im Alter von 18 Jahren in die Oberstufe kam, fand gerade die Entführung der Landshut statt und Arbeitgeberpräsident Schleyer befand sich schon einige Wochen als Geisel in den Händen der RAF. Und dann kam irgendwann morgens im Radio die Meldung, dass die Landshut von der GSG 9 befreit worden war, Schleyer ermordet aufgefunden wurde und sich Baader, Ensslin und Raspe das Leben genommen hatten. Unser Soziologielehrer war davon tief betroffen, denn es handelte sich um Menschen, mit denen er zur gleichen Zeit studiert hatte und die genau wie er zur Studentenbewegung gehörten. Ich erinnere auch noch die Entrüstung einer Mitschülerin darüber, dass die Medien die Befreiung der Landshut feierten, obwohl doch drei Terroristen tot waren und es sich dabei doch um Menschen handelte. Es war ein Sakrileg, mit den Opfern zu fühlen.

Und das war mein Grundgefühl in Bezug auf die RAF: es gab nur schwarz oder weiß. Wer die RAF ablehnte, wurde unweigerlich ins Lager der Ultrarechten, der Bildzeitungsleser und der Kapitalismusfans eingeordnet. Dies hat jede wirkliche Auseinandersetzung vollkommen unmöglich gemacht.

Heute als Erwachsene kann ich mir erlauben, mich über diese erbärmliche Schwarz-Weiß-Malerei hinweg zu setzen. Und heute kann ich die RAF als das zu bezeichnen, was sie in meinen Augen immer schon war: ein riesengroßer Irrtum. Ein Irrtum, der allerdings nicht als Irrtum begann, sondern als mahnende Stimme. Als Stimme, die vor dem großen Vergessen der Tragödie des Dritten Reichs warnen wollte. Als Stimme, die gegen die Gleichgültigkeit des großen Mordens in Vietnam mahnte. Als Stimme, die auf all diejenigen hinweisen wollte, die in unserer Gesellschaft Ungerechtigkeit erfahren.

Warum ist aus einer mahnenden Stimme ein Irrtum geworden? Warum sind letztendlich die Unterschiede zwischen denen, die bekämpft wurden und denen, die kämpften, bis zu Unkenntlichkeit verwischt? Der Grund liegt darin, dass Menschen ihre ganz persönliche Tragödie zur politischen Tragödie gemacht haben. Weil ausgeblendet wurde, dass Veränderung nicht nur im Rahmen der großen Ideen und der Weltpolitik erfolgen kann. Sich im alltäglichen Miteinander gewalttätig und menschenverachtend verhalten und gleichzeitig eine humanere Welt anzustreben – das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Das Private völlig ausblenden, um sich heroisch den höheren Idealen zu opfern, das blendet auch die eigenen Unzulänglichkeiten aus und oftmals steckt dadurch hinter einem heroischen politischen Akt in Wahrheit nichts anderes als ein höchst persönlicher Rachefeldzug. Gegen die Eltern, gegen schmerzhafte menschliche Beziehungen und gegen die Ohnmacht, sein Leben den eigenen Wünschen entsprechend so zu gestalten, dass Glück möglich ist.

So wie es einen Rückzug ins Private gibt, so gibt es auch einen Rückzug ins Politische. Wenn man unter den Beziehungen in seinem unmittelbaren Umfeld leidet und keinen Einfluss darauf nehmen kann, sucht man die Lösung im weiter Entfernten und im Abstrakten. Und Ulrike Meinhof ist hierfür ein typisches Beispiel. Verheiratet mit einem Mann, der ihre Tochter und Stieftochter sexuell missbrauchte und in dessen Zeitschrift „konkret“ oder „das da“ die Artikel von Männern geschrieben wurden und Frauen nur in erbärmlicher Weise in Form von Pornos auftauchten. Es ging den Herrn Journalisten um die großen Menschenrechte und um die große Gleichheit - allerdings nie die der Frauen – denen wurde in diesen Zeitschriften die gleiche Rolle wie schon seit Jahrtausenden zugewiesen, die sich darauf beschränkte, Männern zu gefallen und ihnen zur Verfügung zu stehen.

Wie konnte eine sensible und hochintelligente Frau wie Ulrike Meinhof mit so einem Menschen zusammen leben? Mit einem Menschen, der andere auf ihren Nutzwert begrenzt. Mit einem Menschen, der Jahre später vom überzeugten Kommunist zur FDP wechselte. Für den es kein Problem war, für die BILD-Zeitung zu arbeiten, obwohl er diese Jahre zuvor massiv bekämpfte. Und wieso war es möglich, dass sich eine Frau wie Ulrike Meinhof in eine Dumpfbacke wie Andreas Baader verliebte, der schon mal gern die Frauen um sich herum als Fotzen bezeichnete? Der schon immer eine Faible für Gewalt hatte und für den die RAF daher wie gerufen kam.

„Auch das Private ist politisch“ – diese Erkenntnis wurde erst Jahre später entwickelt. Zu Zeiten der RAF galt das Private einfach nur als nicht existent. Sowohl Gudrun Ensslin als auch Ulrike Meinhof und Andreas Baader haben ihre Kinder verlassen und von anderen aufziehen lassen. Warum auch nicht? Diese banalen kleinbürgerlichen Verpflichtungen müssen zurückstecken, wenn es um das große Ganze geht. Das war ja auch der immer wiederkehrende Streitpunkt in den ideologischen Diskussionen. Wenn es tatsächlich dazu kam, dass jemand moralische Skrupel hatte, dann wurde dies mit aller Härte bekämpft, denn moralische Skrupel waren ein Indiz dafür, dass jemand noch zu sehr im Persönlichen verhaftet war und noch nicht reif war für die völlige Hingabe an das große ideologische Ziel.

Das große revolutionäre Ziel für eine bessere Welt wurden von Menschen angestrebt, die in ihren persönlichen Beziehungen gescheitert waren. Wer nicht in der Lage ist, den einzelnen Menschen respektvoll und menschlich zu behandeln, der sollte die Finger davon lassen, etwas für die Menschheit tun zu wollen. Für mehr Humanität kann man nicht mit Inhumanität kämpfen. Und gefährlich ist auch die Illusion des Auserwähltseins, in die die RAF verfiel. Den Kampf, den die RAF geführt hat, hat sie nur für sich selbst geführt und für sonst niemanden. Niemand wollte die Bombenanschläge. Niemand wollte die Morde. Die Idee vom Auserwähltsein für den Kampf gegen das Böse endete in einer Sackgasse.



Sonntag, 29. August 2010
The roaring seventies – still alive
Musik ist auch immer ein Stück Zeitgeschichte. Heute habe ich eine Zeitreise gemacht. Ich war gerade auf dem Classic Rock Festival. Roger Chapman, Jethro Tull, Eric Burdon, The Australian Pink Floyd Show. Eigentlich auch Ten Years After, aber da wir zu spät kamen, haben wir die zu unserem großen Bedauern verpasst.

Und endlich einmal Musik, die mir gefällt. Kein Bushido, der von Schlampen und Nutten singt, kein Mehrzad Marashi und auch kein Mark Medlock.

Früher entstanden Bands dadurch, dass sich Musiker zusammentaten, weil sie Lust auf Musik hatten. War die Musik gut, dann wurde die Gruppe irgendwann berühmt. War sie schlecht, dann wurde sie's nicht. Die Zuhörer haben dies entschieden. Manager und Agenten kamen erst dann hinzu, wenn sich die Gruppe schon hochgespielt hatte. Begonnen hat alles meist in ungeheizten, schmuddeligen Übungskellern und in winzigen Pubs. Mit anderen Worten – es lief genau umgekehrt wie heute. Heute werden irgendwelche x-beliebigen Menschen gecastet und wenn sich jemand als vielversprechend in Bezug auf den Geschmack der Masse erweist, dann wird er hochgepusht. Und irgendwann verschwindet er oder sie wieder in der Versenkung.

Roger Chapmans „Shadow on the wall“ und "16 tonns", Jethro Tulls „Locomotive Breath“ und Eric Burdons "We gotta get out of this place ( If it's the last thing we ever do, Girl, there's a better life for me and you, Somewhere baby, somehow I know it). Alles schon Rockgeschichte. Ian Andersons Querflötensoli und dann tatsächlich ein, nein sogar zwei Schlagzeugsoli. Und besonderer Ohrenschmaus das Solo der Sängerin der Australian Pink Floyd Show in "Great Gig in the sky". Gesangssolo? Jawohl so etwas gibt es (oder vielmehr gab es)! Wer sich daunter nichts vorstellen kann - unbedingt anhören:

Ich war nicht nur auf die Gruppen gespannt, sondern auch auf die Besucher. Und tatsächlich – jede Menge Leute meines Alters. Ein völlig ungewöhnlich und nahezu unbekanntes Gefühl. Nicht das es keine anderen 50jährigen geben würde – natürlich gibt es davon jede Menge. Aber die aus meinem Umfeld gehen nicht auf solche Konzerte, sondern interessieren sich hauptsächlich für Geldanlagen, Alterssicherung, neue Möbel und für die Frage, wie man es schafft, überall einen guten Eindruck zu machen.

Mein Bild hat sich ein wenig zurechtgerückt. Und das Festival war einfach nur gut. Zu sehen, dass manche Musiker mit dem Alter sogar noch besser werden. Eric Burdons Stimme hat mir schon immer eine Gänsehaut bereitet, aber er ist live einfach noch besser und seine Stimme ist noch stärker geworden. Leider keine Zugabe, ich hätte sooo gern noch „Tobacco Road“ oder „Paint it black“ gehört. Natürlich bin ich tieftraurig, dass ich Ten Years After verpasst habe – auf den Gleisen in Richtung Hamburger City hat es gebrannt und so verzögerte sich alles.

Ich habe jetzt ein leises Pfeifen in den Ohren – ich stand ganz vorne neben den Boxen – und meine Füße schmerzen (7 Stunden stehen). Was ich von diesem Tag sonst noch mitnehme, ist die Erkenntnis, dass der Ausspruch J.D.Salingers „Erwachsenwerden ist Verrat am Selbst“ doch nicht auf alle Menschen zutrifft. Die Menschen, die ich da auf der Bühne gesehen habe, haben ihr Selbst nie verraten. Sie sind authentisch und nicht nur das, sie lassen andere von ihrer Authentizität profitieren. Und die vielen Menschen, die anscheinend die Musik genauso wie ich genossen haben, wirkten auch nicht wie „Selbstverräter“.

Manche Musik tut gut. In guter Gesellschaft sogar noch mehr. Eigentlich ein perfekter Abend. Es gibt doch nicht nur Unangenehmes. Und es gibt uns noch.




Dienstag, 15. Juni 2010
The roaring seventies – filmische Erinnerungen
Eben gerade habe ich den Film Cabaret angesehen. Ich habe überhaupt kein Faible für Musicals, aber dieser Film stellt eine große Ausnahme dar. Es gibt viele Szenen, bei denen ich immer noch eine Gänsehaut bekomme. Zum Beispiel die grandiose Szene im Biergarten, als das Lied „Der morgige Tag ist mein“ gesungen wird. Leise lächelnd von einem einzelnen Hitlerjungen begonnen und endend in ohrenbetäubendem Gebrüll, in das fast jeder der Gäste fanatisch einstimmt. Besser hätte man den Beginn der großen Tragödie nicht darstellen können.

In den 70er Jahren gab es Programmkinos, in denen das Kriterium für einen Film nicht dadurch bestimmt wurde, dass er neu war, sondern dass er gut war. Mit anderen Worten – man konnte gute Filme auch immer wieder sehen. Cabaret lief weit über ein Jahr (!) in der Kurbel. Ein Schulfreund von mir hat sich zu der Zeit als Kartenabreißer Geld verdient und auf diese Weise den Film Cabaret unzählige Male gesehen und wir haben uns oft über die einzelnen Szenen unterhalten.

Dann natürlich auch Aufführung des Liedes „Money“, in der Liza Minelli und Joel Grey die Lust am Geld auf grandiose Art darstellen und am Ende unter wehenden Geldnoten tanzen. Eine Neuauflage des biblischen Tanzes um das goldene Kalb.

Auf zynische und boshafte Art wird das Problem von „Mischehen dargestellt“. Joel Grey steckt einer Gorilladame einen Ring an als Parabel auf die Entscheidung eines (vermeintlichen) Christen, eine Jüdin zu heiraten.

Die Weimarer Republik kurz vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Dekadent, spöttisch und respektlos wurde jede politische Facette Weimars auf der Bühne ins Groteske verkehrt. So als wären nochmals alle Register der künstlerischen Freiheit gezogen worden, weil schon eine leise Ahnung von dem drohenden Übel und dem baldigen Ende der Freiheit bestand.

Ansehen lohnt sich:




Freitag, 4. Juni 2010
The roaring seventies
Da mir ein früherer Kollege mal gesagt hat, ich wäre in den 70er Jahren stehen geblieben, habe ich den Wunsch, mir die 70er Jahre einmal ein bisschen genauer anzusehen, denn das müsste – vorausgesetzt mein Kollege hat Recht – ja die mir entsprechende Charakteristik darstellen. Tja, was macht einen echten 70er aus? Die Liste ist zu lang, um alles zu nennen. Spontan fällt mir ein: Anti-AKW- und Friedensdemos, Frauenkneipen, Bioläden, Diskussionen in WG-Küchen, Indienreisen, Bhagwan, RAF, Psychedelic-Musik, die Gründung der Grünen, Selbsterfahrungsgruppen, Schwul/Lesbisches Coming out, Zeitschriften wie „Emma“ und „TAZ“, Festivals in Roskilde oder Scheeßel.

Sollte ich alles in ein einziges Wort packen, würde ich den Begriff „Bewegung“ wählen. Es hat sich alles bewegt. Frauenbewegung, Friedensbewegung, Umweltschutzbewegung. Man hatte nicht das Gefühl der Resignation, sondern das des Aufbruchs. Mit der Gründung der Grünen, bzw. deren Vorläufer „Die Bunten“ kamen zum ersten Mal Menschen in die Politik, die auch irgendetwas mit einem selbst zu tun hatten. Gleiche Sprache, gleiche Lebenszusammenhänge und Ziele, die völlig von der etablierten Politik abwichen.

Da die Jugend der 70er von Eltern abstammte, die alle noch den Krieg miterlebt hatten, gab es ein Riesengefälle zwischen den Generationen. Die Eltern kannten noch Hunger, Kälte und Todesangst. Die Jugend der 70er wuchs im satten Wohlstand auf. Und da sich die Generationen nun mal oftmals zueinander antagonistisch verhalten, verachteten die 70er den Materialismus der Eltern. Niemand interessierte sich für Möbel (damals gab es noch Sperrmülltermine, durch die man sich komplett mit allem Notwendigen versorgen konnte) niemand gab Geld für schicke Kleidung aus, die man sich lieber vom Flohmarkt oder aus Großmutters Schrank besorgte, als hierfür viel Geld zu verschwenden.

Es wurde ewig lange über alles und jedes diskutiert. Die kaufmännische lösungsorientierte Kommunikation hatte noch keine Hochkonjunktur, stattdessen war das endlos lange Abwägen aller Fürs und Wider angesagt, die allerdings meistens zu keinem nennenswertem Ergebnis führten (was allerdings bei der lösungsorientierten Kommunikation auch nicht der Fall ist).

Selbsterfahrungsgruppen oder themenspezifische Workshops standen hoch im Kurs, denn keiner war so richtig mit sich zufrieden und es war selbstverständlich, dass man sich auf die Suche machte nach Wegen, die zu einer Veränderung führen. Urschreitherapie nach Janov, Gestalttherapie nach Pearls, Bioenergetik nach Alexander Lowen, Menstruations- und Trommelworkshops auf dem Land. Hauptsache, man fand sich nicht einfach ab mit dem, was die Eltern aus einem gemacht hatten.

Die 70er geben wie kein anderes Jahrzehnt Stoff für Satire und Slapstick. Es gab kaum etwas, das nicht auch eine Seite hatte, die zum Brüllen komisch war. Eine Generation, die unbedingt alles anders machen wollte als die Eltern. Und die sich dabei in einer endlosen Identitätssuche verhedderte. Bloß nicht so werden wie die Wirtschaftswundereltern es geplant hatten.

Aber auch wenn heute vieles zum Brüllen komisch ist und manchmal wie eine einzige Parodie wirkt – es steckte unendlich viel Leben und Bewegung in den 70ern. Und gerade weil die 70er eine Generation hervorgebracht hat, die anscheinend niemals wirklich erwachsen wird, hat sie den ihr eigenen Charme. Und ich bin froh, dass ich in einer Zeit aufwuchs, in der es unendlich viel Neues gab und in der ungeheuer viel ausprobiert wurde. In der Lernen als lebenslange Aufgabe angesehen wurde und man ständig Ausschau nach etwas Neuem gehalten hat. Es lebte sich außerdem nicht schlecht ohne Yuppies, ohne Bushidos, ohne Bausparverträge, ohne Alphamännchen (die hätte man damals zum Mond geschossen), ohne Einbauküche, ohne Bitbulls, ohne Schill, ohne Eventmanager (Events entstanden in Eigenregie) ohne Intimrasur.

Und was ist ganz persönlich in mir von den 70ern geblieben? Ich bin mir darin treu geblieben, dass ich mich immer noch schwer tue, Geld für materielle Dinge wie Möbel auszugeben und stattdessen lieber in ferne Länder reise. Die östliche Lebensart fasziniert mich auch jetzt noch mehr als die amerikanische. Ich halte es immer noch für wichtig, sich auseinanderzusetzen anstatt mit der zeitsparenden lösungsorientierten Kommunikation einfach Gegenargumente plattzuwalzen.

Und ich habe auch heute noch eine unbändige Abneigung gegen Ungerechtigkeiten und gegen das Ducken und Kuschen, auch wenn letzteres eindeutig mehr Vorteile bringt. Und Alice Schwartzer halte ich nach wie vor für wichtiger als Vernoa Feldbusch, auch wenn sie weniger Unterhaltungswert hat und anstrengender ist.

Und ich habe ebenfalls auch heute noch eine Abneigung, Menschen als Privateigentum zu betrachten. Ich möchte weder über jemanden verfügen, noch möchte ich, dass über mich verfügt wird. Die 70er sind nun mal keine Käfigtiere.