Der Mensch schafft sich selbst?
Die Essenz Jean-Paul Sartres Existenzialismus besteht aus der Erkenntnis: Der Mensch schafft sich selbst!

Ein Freiraum, der Mut und gleichzeitig Angst macht. Wie schnell kann „Was wäre nicht alles möglich“ zu „Was habe ich alles versäumt“ werden. In seinem Werk „Das Spiel ist aus“ wird das auch treffend dargestellt. Ein schon immer für einander bestimmtes Paar bekommt die Chance, sich zu lieben und – verpasst diese. Immer gab es Wichtigeres zu tun als zu lieben. Immer wurde das Lieben zugunsten etwas anderem verschoben. Es gibt so viel zu tun – lieben werden wir uns später.

Am Ende steht das traurige Resümee: „Oh mein Gott – in all dem Trubel habe ich ganz vergessen, mich zu schaffen. Ich hatte soviel zu tun, zu mir selbst bin ich einfach nicht gekommen“.

Der Mensch schafft sich selbst? Der Mensch vergißt sich selbst, der Mensch versäumt sich selbst.

Der Mensch stirbt meist unvollendet. Und manchmal war er noch gar nicht begonnen.

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Auch viel zu kurz:
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